Untervermieten – so klappts und so wird es teuer!


Veröffentlicht am 03.10.2016

Was ist mit dem Partner?

Zu unterscheiden ist dabei eine Untervermietung oder eine Mitnutzung. Die Mitnutzung hat der Vermieter prinzipiell zu dulden. Hier sollten auch keine zeitlichen Befristungen vorliegen. Sollte die Anzahl der Mitbenutzer aber der Größe der Wohnung nicht angepasst sein, kann dies ein Problem sein. Also eine 2-Zimmer-Wohnung mit mehr als drei Personen zu teilen würde eine Zweckentfremdung darstellen können.

Vorsicht bei AirBnB

Aufgepasst, wenn eine Mitbenutzung nicht der Partner oder ein Bekannter ist. Dies könnte sonst einer gewerblichen Nutzung entsprechen. Dies ist der Fall, wenn man z.B. seine Wohnung oder ein Zimmer an Touristen über AirBnB anbietet. Hier kann der Hauptmieter oder sogar die Stadt dies untersagen. Konsequenzen wären auch vom Finanzamt zu erwarten. Gar wechselnden Fremden, zum Beispiel Arbeitern, Zimmer gegen Entgelt zur Verfügung stellen ist keine Mitbenutzung, sondern wäre eine gewerbliche Untervermietung das einem Hotelgewerbe entsprechen kann.

Bei einer Untervermietung schließt der Hauptmieter einen Vertrag mit einem Untermieter.

Wichtig ist auch die Vertragsart welche für eine Untervermietung gelten soll.

Untermietvertrag

Entspricht fast einem regulären Mietvertrag. Jedoch können bestimmte Zimmer nicht untervermietet werden. Zum Beispiel ein Kellerzimmer ohne Fenster oder eine Abstellkammer dürfen meist nicht einzeln vermietet werden. Auch darf der Hausfrieden durch die Untervermietung nicht gestört werden. so dass selbst weitere Mieter hier mit Klagen erfolgreich sein könnten, wenn beispielsweise die Lautstärke ansteigt oder zu viel Verkehr im Treppenhaus herrscht. Bei Kündigung hat man oft sogar länger als die gesetzlichen drei Monate Zeit, das Zimmer zu räumen.

Zeitmietvertrag

Bei einem Zeitmietvertrag ist der Auszugstermin fest geregelt. Eine vorherige Kündigung ist seitens des Untermieters nicht möglich. Diese Vertragsart wird meist genommen, wenn man für ein Fernsemester oder einen längeren Auslandseinsatz seine Wohnung nur für diesen Zeitraum abgeben möchte. Viele Eigentümer oder Vermieter lassen dies zu, auch wenn der Hauptmietvertrag eine Weitervermietung ausschließt. Hier gilt: Sucht das persönliche Gespräch mit dem Vermieter und lasst Euch dessen Zustimmung schriftlich bestätigen.

Möbliertes Zimmer

Dies entspricht fast wie einem Hotelzimmer. Der Vermieter kann oft binnen eines Monats kündigen. So dass man am Ende des Monats ausziehen muss. Auch bei Schäden haftet der Untermieter. Also ganz wichtig hier ein Übergabeprotokoll zu führen, in denen Vorschäden aufgeführt sind.

Wohngemeinschaft

Am besten stehen alle Untermieter im Mietvertrag. Oftmals gibt es aber nur einen Hauptmieter. Hier sollten die einzelnen Bewohner per Untermietvertrag klare Regelungen schriftlich festhalten.

Studentenwohnheim

Hier herrschen andere Regeln als für normale Wohnverhältnisse. Wohnheime geben diese normalerweise klar vor. Man sollte diese aber genau vorher studieren. Oft ist die Laufzeit an die Semesterlaufzeit gebunden.

Wohnena auf Zeit

Hier wird ein möbliertes Zimmer oder eine Wohnung überlassen. Die Anbieter sind meißt gewerblich, wie zum Beispiel Mr. Lodge. Der Vertrag unterliegt nicht dem Mietrecht. Oftmals wird eine Mehrwertsteuer erhoben, so dass die Miete eher einer Hotelrechnung als einer Mietzahlung entspricht.

 

Vorsicht - Die Miete kann steigen!

Der eigentliche Vermieter/Eigentümer kann sogar einen Untermietzuschlag vom Hauptmieter verlangen. Der Zuschlag kann bis zu 20% betragen, auch wenn die Miete für die Wohnung bereits der ortsüblichen Miete entspricht. Sollte die Miete darunter liegen kann der Mietzuschlag sogar darüber liegen.

Das Untermietsmodell ist also kein Mittel um zusätzliche Einnahmen zu erwirtschaften. Viele Mieter versuchen das trotzdem und versuchen den Untermieter darüber gar nicht zu informieren. Hier ist man schnell als falscher „Untervermieter“ der Gelackmeierte und der Schaden wird groß.